Vintage Dance Styles

Willkommen in der Welt der Vintage-Tänze

Entdecke mit uns die faszinierende Welt der historischen Tanzstile. Von den aufregenden 20er Jahren bis in die 50er Jahre prägen diese Tänze nicht nur die Tanzgeschichte, sondern begeistern auch heute noch Menschen weltweit. Jeder dieser Tänze erzählt seine eigene Geschichte und vermittelt ein einzigartiges Lebensgefühl seiner Zeit.

In den letzten Jahren erleben diese zeitlosen Tanzstile ein beeindruckendes Revival. Immer mehr Menschen entdecken den Charme der Vintage-Tänze für sich. In der Schweiz und in ganz Europa finden regelmässig Swing-Partys, Charleston-Workshops und Lindy Hop-Festivals statt, die die Atmosphäre der goldenen Ära wieder aufleben lassen.

Auf dieser Seite erfährst du, woher die Tänze kommen, wie sie sich unterscheiden, welche Musik dazu gehört – und mit welchen Figuren du sie dir zu Hause selbst anschauen und ausprobieren kannst.

Charleston

Charleston Classics
Charleston Tänzer 1 Charleston Tänzer 2 Charleston Tänzer 3

Der Charleston, entstanden in den wilden 20ern, ist ein lebhafter Tanz voller Energie und charakteristischer Bewegungen.

Auftritt: Agnieszka & Grzegorz am Rock That Swing Festival 2017

Lebhafte Musik

Schnelle Jazz-Rhythmen der 20er

Charakteristische Schritte

Markante Kick-Bewegungen

Energie

Hoher Unterhaltungsfaktor

Swing

Swing Classics
Swing Tänzer 1 Swing Tänzer 2 Swing Tänzer 3

Swing tanzen wurde in den 30er und 40er Jahren populär und steht für pure Lebensfreude und mitreißende Rhythmen.

Auftritt: Nils & Bianca am Rock That Swing Festival 2018

Paartanz

Dynamische Partnerführung

Verbindung

Harmonisches Zusammenspiel

Freestyle

Raum für Improvisation

Lindy Hop

Lindy Hop Classics
Lindy Hop Tänzer 1 Lindy Hop Tänzer 2 Lindy Hop Tänzer 3

Der Lindy Hop entstand Ende der 1920er Jahre in Harlem und gilt als einer der wichtigsten Swing-Tänze. Er verbindet die Energie des Charleston mit den eleganten Bewegungen des Paartanzes.

Auftritt: Sondre & Tanya

Akrobatik

Spektakuläre Hebefiguren

Timing

Komplexe Rhythmusfolgen

Spaßfaktor

Pure Tanzfreude

Boogie Woogie

Der Boogie Woogie als Tanz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Amerikanische Soldaten brachten Jitterbug und Lindy Hop mit, und daraus entwickelte sich ein eigener, schneller Paartanz mit viel Fussarbeit.

Getanzt wird zu Boogie-Woogie-Piano, Rhythm & Blues und Rock'n'Roll. Heute ist Boogie Woogie sowohl beliebter Partytanz als auch Turniersport – auch in der Schweiz gibt es eine grosse Szene mit Clubs und Wettkämpfen.

Finale der Boogie-Woogie-Weltmeisterschaft 2012

Fussarbeit

Schnelle Kick-Ball-Changes

Improvisation

Frei zur Musik getanzt

Social & Sport

Partytanz und Turnier

Rock'n'Roll

Mitte der 1950er-Jahre eroberte der Rock'n'Roll die Welt – mit Bill Haley, Elvis Presley und Chuck Berry. Die Jugend tanzte dazu, was sie aus Jitterbug und Lindy Hop kannte, nur schneller und wilder.

In Europa wurde daraus ab den 1970er-Jahren der Akrobatik-Rock'n'Roll: ein Wettkampfsport mit schnellen Kicks, einstudierten Choreografien und spektakulären Würfen. Als Partytanz lebt der Rock'n'Roll daneben in vielen Tanzschulen und auf Rockabilly-Festivals weiter.

Rock'n'Roll im Film „Rock Around the Clock“ (1956)

Tempo

Schnelle Kicks im 6er-Takt

Akrobatik

Sprünge und Würfe

Choreografie

Einstudierte Turnierfolgen

Tanzfiguren

Die wichtigsten Figuren der drei Tanzstile im Überblick – mit kurzer Beschreibung und einem Video, in dem die Bewegung Schritt für Schritt gezeigt wird. Die Videos öffnen sich auf YouTube in einem neuen Tab.

Charleston

Einsteiger

Grundschritt

Der klassische Wechsel aus Vor- und Rücktap, bei dem das Standbein federnd mitschwingt. Das Fundament für alle weiteren Charleston-Varianten.

Video ansehen
Einsteiger

Charleston Kicks

Kräftige Kicks nach vorne und hinten, begleitet von schwingenden Armen – das Markenzeichen der wilden 20er.

Video ansehen
Einsteiger

Bee's Knees

Die Knie öffnen und schliessen sich, während die Hände scheinbar die Knie tauschen. Ein verspielter Klassiker aus der Flapper-Zeit.

Video ansehen
Einsteiger

Swivels

Die Füsse drehen auf den Fussballen gleichzeitig nach innen und aussen – die typische Twist-Bewegung des 20er-Charleston, die Beine wirken dabei wie ein schwingendes Pendel.

Video ansehen
Mittelstufe

Hand-to-Hand Charleston

Paar-Charleston in offener Haltung: Die Partner stehen sich schräg gegenüber, halten sich an den Händen und kicken spiegelbildlich.

Video ansehen
Mittelstufe

Side-by-Side Charleston

Beide stehen nebeneinander, der Arm liegt um die Taille des Partners, und die Kicks werden synchron in dieselbe Richtung getanzt.

Video ansehen
Mittelstufe

Jig Walks

Ein federnder Gehschritt mit Kicks und Taps, der vorwärts über die Tanzfläche führt. Oft als „verlorener Grundschritt“ des Charleston bezeichnet.

Video ansehen
Fortgeschritten

Tandem Charleston

Die Followerin steht vor dem Leader, beide blicken in dieselbe Richtung. Über die gefassten Hände werden Schwung und Timing übertragen – ein echter Hingucker.

Video ansehen
Fortgeschritten

Kick-Through

Beim Paar-Charleston kickt ein Partner zwischen den Beinen des anderen hindurch – ein Klassiker mit perfektem Timing, oft kombiniert mit einer Charleston-Drehung.

Video ansehen

Swing (East Coast Swing)

Einsteiger

Grundschritt

Zwei Triple Steps und ein Rock Step auf sechs Zählzeiten. Einfach zu lernen und auf fast jede Swing-Musik tanzbar.

Video ansehen
Einsteiger

Inside Turn

Die Followerin dreht sich unter dem erhobenen Arm nach links – also zum Leader hin. Die erste Drehung, die fast alle lernen.

Video ansehen
Einsteiger

Outside Turn

Das Gegenstück zum Inside Turn: Die Drehung erfolgt nach rechts, vom Leader weg. Zusammen bilden beide die Basis vieler Kombinationen.

Video ansehen
Einsteiger

Throwout

Aus der geschlossenen Haltung wird die Followerin in die offene Position hinausgeführt. Eine wichtige Übergangsfigur, um viele weitere Moves zu starten.

Video ansehen
Mittelstufe

Tuck Turn

Der Leader „steckt“ die Followerin mit einem kurzen Impuls in eine schwungvolle Drehung nach rechts – elegant und dynamisch.

Video ansehen
Mittelstufe

Cuddle

Die Followerin wird in den Arm des Leaders eingedreht („Wrap“), beide stehen kurz Seite an Seite und lösen die Figur wieder auf.

Video ansehen
Mittelstufe

Hammerlock

Der Arm der Followerin wird sanft hinter ihren Rücken geführt, sodass beide eng nebeneinander tanzen, bevor die Figur mit einer Drehung aufgelöst wird.

Video ansehen
Mittelstufe

Sweetheart

Beide stehen nebeneinander und blicken in dieselbe Richtung, die Hände sind vor und über der Schulter gefasst – eine romantische, elegante Position.

Video ansehen
Fortgeschritten

Pretzel

Die Arme verknoten sich wie eine Brezel hinter dem Rücken des Leaders und werden in einer fliessenden Drehung wieder entwirrt.

Video ansehen

Lindy Hop

Herzstück

Swingout

Die zentrale Figur des Lindy Hop über acht Zählzeiten: Die Partner schwingen aus der geschlossenen Haltung heraus und wieder zueinander. Im Video erklärt von Frankie Manning persönlich.

Video ansehen
Einsteiger

Lindy Circle

Das Paar rotiert in geschlossener Haltung gemeinsam um die eigene Achse – die ideale Vorbereitung auf den Swingout.

Video ansehen
Mittelstufe

Texas Tommy

Der Leader führt die Hand der Followerin hinter ihren Rücken und übergibt sie in die andere Hand – daraus entsteht eine schnelle Drehung.

Video ansehen
Solo Jazz

Suzie Q

Ein klassischer Jazz-Step: Die Füsse bewegen sich abwechselnd mit Ferse und Ballen seitwärts, die Knie arbeiten gegeneinander.

Video ansehen
Solo Jazz

Boogie Back

Mit federnden Knien und einer kleinen Hüftbewegung geht es rückwärts – ein lässiger Step, der in vielen Routinen vorkommt.

Video ansehen
Routine

Shim Sham

Die berühmteste Line-Dance-Choreografie der Swing-Szene. Auf Partys tanzt der ganze Saal gemeinsam – ursprünglich ein Tap-Routine aus den 1920ern.

Video ansehen
Solo Jazz

Shorty George

Benannt nach „Shorty“ George Snowden: Mit gebeugten Knien und tiefem Schwerpunkt geht es seitwärts, die Arme schwingen gegengleich mit.

Video ansehen
Solo Jazz

Apple Jacks

Die Knie kippen abwechselnd nach innen, während das Gewicht auf Fersen und Ballen verlagert wird – ein charmanter Step aus der Jazz-Ära.

Video ansehen
Solo Jazz

Fall Off the Log

Eine kleine Choreografie, die wirkt, als würde man vom Baumstamm fallen: Kick, Schritt nach hinten und ein Wechsel über die Mittellinie.

Video ansehen

Boogie Woogie

Einsteiger

Grundschritt & Tanzhaltung

Der Boogie-Grundschritt mit Kick-Ball-Change und die richtige Paarhaltung – ausführlich auf Deutsch erklärt.

Video ansehen
Einsteiger

Schliessen und Öffnen

Der Wechsel zwischen geschlossener und offener Tanzhaltung. Die Grundlage, um die meisten Figuren zu beginnen und zu beenden.

Video ansehen
Einsteiger

Herrenseitenwechsel

Der Herr wechselt unter dem erhobenen Arm auf die andere Seite – eine der ersten Figuren, die man im Boogie lernt.

Video ansehen
Mittelstufe

Damenschleuder

Die Dame wird mit Schwung aus der Tanzhaltung herausgeführt. Bringt Dynamik und Raum in den Tanz.

Video ansehen
Mittelstufe

Lasso

Die erhobenen Hände kreisen wie ein Lasso über dem Kopf, während die Dame um den Herrn herumgeführt wird.

Video ansehen
Fortgeschritten

Jo-Jo

Wie bei einem Jo-Jo wird die Dame eingedreht und mit Schwung wieder ausgedreht – eine erweiterte Figur mit viel Drive.

Video ansehen

Rock'n'Roll

Einsteiger

Grundschritt

Der Rock'n'Roll-Grundschritt im 6er-Takt – zuerst flach, dann gesprungen. Darauf baut alles Weitere auf.

Video ansehen
Einsteiger

Kick-Ball-Change

Kick, kurz auf den Fussballen und Gewicht wechseln: Der typische Rock'n'Roll-Kick im richtigen Tempo, erklärt von mobilesport.ch.

Video ansehen
Einsteiger

Platzwechsel

Die Partner tauschen ihre Plätze, während die Dame unter dem Arm des Herrn hindurchdreht.

Video ansehen
Mittelstufe

American Spin

Die Dame wird mit einem Impuls aus der Hand in eine schnelle Solodrehung geschickt und wieder aufgefangen.

Video ansehen
Choreografie

Komplette Folge

Eine ganze Rock'n'Roll-Choreografie zum Mitmachen, die Grundschritt und Figuren zu einer Folge verbindet.

Video ansehen
Akrobatik

Hop

Ein Einstieg in die Rock'n'Roll-Akrobatik. Akrobatische Figuren bitte nur mit Anleitung und geeigneter Sicherung üben!

Video ansehen

Eine kurze Geschichte

  1. 1923

    Der Charleston erobert den Broadway

    Im Musical „Runnin' Wild“ erklingt James P. Johnsons Song „The Charleston“. Der Tanz, der in afroamerikanischen Gemeinschaften im Süden der USA entstanden ist, wird über Nacht zur Sensation.

  2. 1926

    Der Savoy Ballroom öffnet

    In Harlem, New York, eröffnet der Savoy Ballroom – einer der ersten Tanzsäle, in denen Schwarze und Weisse gemeinsam tanzen. Er wird zur Heimat des Lindy Hop.

  3. 1928

    Der Lindy Hop bekommt seinen Namen

    Bei einem Tanzmarathon soll „Shorty“ George Snowden auf die Frage, was er da tanze, geantwortet haben: „The Lindy Hop“ – in Anspielung auf Charles Lindberghs Atlantikflug („Lindy hops the Atlantic“).

  4. 1935

    Die Swing-Ära beginnt

    Benny Goodmans Auftritt im Palomar Ballroom in Los Angeles gilt als Startschuss der Swing-Ära. Im selben Jahr zeigt Frankie Manning im Savoy einen der ersten Air Steps – den Partner über den Rücken geworfen.

  5. 1941

    Hellzapoppin'

    Whitey's Lindy Hoppers tanzen im Film „Hellzapoppin'“ eine atemberaubende Szene, die bis heute als eine der besten Tanzaufnahmen der Filmgeschichte gilt.

  6. 1950er

    Rock'n'Roll übernimmt

    Die Big Bands verschwinden, Rock'n'Roll und Boogie-Woogie übernehmen die Tanzflächen. Aus dem Lindy Hop entwickeln sich Stile wie Jive, Boogie-Woogie und akrobatischer Rock'n'Roll.

  7. 1980er

    Das Revival

    Junge Tänzerinnen und Tänzer aus Schweden, den USA und Grossbritannien suchen die Savoy-Legenden auf. Frankie Manning und Norma Miller beginnen wieder zu unterrichten – die weltweite Swing-Szene entsteht.

  8. Heute

    Eine lebendige Szene

    Von Zürich bis Stockholm, von Seoul bis New York: Es gibt Social Dances, Festivals und Wettbewerbe auf der ganzen Welt. Die Tänze leben weiter – getanzt zu Originalaufnahmen wie zu modernen Swing-Bands.

Die Stile im Vergleich

Charleston Swing (East Coast) Lindy Hop Boogie Woogie Rock'n'Roll
Entstehung 1920er, Süden der USA 1940er, USA Ende 1920er, Harlem (New York) Nach 1945, Europa 1950er, USA
Grundrhythmus 8 Zählzeiten 6 Zählzeiten 8 und 6 Zählzeiten 6 und 8 Zählzeiten 6 Zählzeiten
Tanzform Solo, Paar oder Gruppe Paartanz Paartanz und Solo Jazz Paartanz Paartanz und Formation
Musik Früher Jazz, Ragtime Big Band, Swing, früher Rock'n'Roll Swing-Jazz der Big-Band-Ära Boogie-Woogie, Rhythm & Blues Rock'n'Roll der 50er
Charakter Verspielt, energiegeladen, schnelle Kicks Kompakt, einsteigerfreundlich, viele Drehungen Raumgreifend, improvisiert, teils akrobatisch Schnelle Fussarbeit, improvisiert Sportlich, choreografiert, akrobatisch

Gut zu wissen: „Swing“ ist eigentlich ein Oberbegriff für alle Tänze zur Swing-Musik. Der East Coast Swing wurde in den 1940er-Jahren von Tanzschulen als vereinfachte Version des Lindy Hop entwickelt.

Die Musik dazu

Charleston

Schneller, hüpfender Jazz der 1920er mit Banjo, Tuba und Bläsern.

  • James P. Johnson – „The Charleston“
  • Fletcher Henderson Orchestra
  • Paul Whiteman Orchestra

Swing

Die grossen Big Bands der 1930er und 40er mit treibendem Rhythmus.

  • Benny Goodman – „Sing, Sing, Sing“
  • Glenn Miller – „In the Mood“
  • Count Basie – „One O'Clock Jump“

Lindy Hop

Der Sound des Savoy Ballroom – heiss, schnell und voller Improvisation.

  • Chick Webb – „Stompin' at the Savoy“
  • Ella Fitzgerald – „A-Tisket, A-Tasket“
  • Duke Ellington – „It Don't Mean a Thing“

Boogie Woogie

Rollende Bassfiguren am Piano – ursprünglich ein Klavierstil der 1920er und 30er.

  • Pinetop Smith – „Pinetop's Boogie Woogie“
  • Albert Ammons – „Boogie Woogie Stomp“
  • Meade Lux Lewis – „Honky Tonk Train Blues“

Rock'n'Roll

E-Gitarre, Kontrabass und ein treibender Backbeat – der Sound der 1950er.

  • Bill Haley & His Comets – „Rock Around the Clock“
  • Elvis Presley – „Jailhouse Rock“
  • Chuck Berry – „Johnny B. Goode“

Legenden des Swing

Frankie Manning

1914–2009

Der „Botschafter des Lindy Hop“. Er tanzte im Savoy, erfand die ersten Air Steps und brachte den Tanz ab den 1980ern einer neuen Generation bei.

Norma Miller

1919–2019

Die „Queen of Swing“. Als Mitglied von Whitey's Lindy Hoppers tanzte sie in „Hellzapoppin'“ und blieb der Szene bis ins hohe Alter treu.

„Shorty“ George Snowden

1904–1982

Star-Tänzer des Savoy, dem der Name „Lindy Hop“ zugeschrieben wird. Der Jazz-Step „Shorty George“ trägt bis heute seinen Namen.

Josephine Baker

1906–1975

Mit der „Revue Nègre“ brachte sie 1925 den Charleston nach Paris und wurde zum Weltstar der Goldenen Zwanziger.

Kleines Swing-Glossar

Leader & Follower
Die zwei Rollen im Paartanz. Der Leader gibt Impulse, der Follower interpretiert sie – unabhängig vom Geschlecht.
Rock Step
Ein kurzer Schritt zurück mit Gewichtsverlagerung und wieder vor. Er gibt vielen Figuren ihren Schwung.
Triple Step
Drei schnelle Schritte auf zwei Zählzeiten („Tri-ple-step“), typisch für Swing und Lindy Hop.
Kick-Ball-Change
Kick nach vorne, kurz auf den Fussballen absetzen und das Gewicht wechseln – der Grundbaustein von Boogie Woogie und Rock'n'Roll.
Akrobatik-Rock'n'Roll
Die Turnierform des Rock'n'Roll mit einstudierten Choreografien, Sprüngen und Würfen.
Air Step
Akrobatische Figur, bei der ein Partner den Boden verlässt. Wird nur bei Shows und Wettbewerben getanzt, nicht auf der Party-Tanzfläche.
Solo Jazz
Auch „Vernacular Jazz“: allein getanzte Jazz-Steps wie Suzie Q, Boogie Back oder Shorty George.
Social Dance
Eine Tanzparty, auf der man frei mit wechselnden Partnern tanzt. Das Herz jeder Swing-Szene.
Jam Circle
Die Tanzenden bilden einen Kreis, und einzelne Paare zeigen nacheinander in der Mitte ihr Können.
Bounce
Das federnde Auf und Ab in den Knien, das den Swing-Tänzen ihr typisches, lebendiges Gefühl gibt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Swing und Lindy Hop?

Lindy Hop ist der ursprüngliche Swing-Tanz aus Harlem. „Swing“ wird oft als Oberbegriff verwendet – oder für den East Coast Swing, eine vereinfachte Variante mit sechs Zählzeiten.

Brauche ich einen Tanzpartner?

Nein. Charleston und Solo Jazz tanzt man allein. Und auch beim Paartanz ist es in der Swing-Szene üblich, auf Partys mit vielen verschiedenen Partnern zu tanzen.

Was ziehe ich zum Tanzen an?

Bequeme Kleidung, in der du dich frei bewegen kannst. Swing-Kleider, weite Hosen und Hosenträger passen zum Stil. Die Schuhe sollten eine glatte Sohle haben, damit du drehen kannst.

Kann ich die Tänze mit Videos lernen?

Videos sind ideal, um Schritte kennenzulernen und zu üben. Das Gefühl für Führen und Folgen entwickelst du aber am besten gemeinsam mit anderen auf der Tanzfläche.

Bin ich zu alt oder zu jung zum Tanzen?

Absolut nicht! Vintage-Tänze werden von allen Altersgruppen getanzt – Norma Miller stand noch mit über 90 Jahren auf der Tanzfläche.

Was ist der Unterschied zwischen Boogie Woogie und Rock'n'Roll?

Beide stammen vom Jitterbug ab und nutzen den Kick-Ball-Change. Boogie Woogie wird frei zur Musik improvisiert und lebt von schneller Fussarbeit. Rock'n'Roll wird als Sport meist mit einstudierten Choreografien und Akrobatik getanzt.